Doch Arnold baute den UERIGE wieder auf: 1945, direkt nach Kriegsende, begann er mit seinen aus dem Krieg heimgekehrten Köbessen und Brauern, Kaltmamsellen und Zapferinnen mit den Aufräumarbeiten und schuf eine neue Brauerei samt Ausschank.
1949 war der Wiederaufbau beendet, und der Baas konnte Erweiterungen vornehmen. Das “Handwerkerstübchen” und das „Neweaan“ wurden 1951 eröffnet, und das grossartige „Brauhaus“ folgte 1974 – an Rudolf Arnolds 85. Geburtstag.
Arnold stand voll in der Tradition eigenwilliger Besitzer. Zu den legendären Geschichten zählt die mit der Schnapssteuer, die er bezahlen sollte, aber nicht bezahlen wollte. Seine Lösung: er schänkte einfach überhaupt keinen Schnaps mehr aus und liess Schilder aufhängen, die bis heute im UERIGE an der Wand zu sehen sind: "Schnapsgenuss während des Bierkonsums ist hier untersagt (es stört Ihre Gesundheit und mein Geschäft)". Rudolf Arnold starb im Frühling 1976, doch vorher hatte er die Nachfolge geregelt.
Am 1. Januar 1976 übernahmen Christa und Josef Schnitzler den UERIGE. Die Übernahme war damals Stadtgespräch, denn der diplomierte Braumeister Schnitzler galt als Kronprinz der Brauerei „Schumacher“ an der Oststrasse (die heute von seiner Schwester Gertrud geführt wird).
Die Familie Schnitzler änderte nichts an der räumlichen Aufteilung des UERIGE, investierte aber beträchtlich hinter den Kulissen in den Punkten Renovierung, Klimatechnik und Ausstattung, vor allen Dingen aber in die Brauerei.

